|
|
blog.
Das neue Windows 7 im Test
22. November 2009
In
meinem Freundeskreis höre ich seit neuestem immer öfter von der
"Windows"-Distribution von der Firma Microsoft. Vor allem die
Einsteigerfreundlichkeit und die große Auswahl an kostenlosen (jedoch
nicht quelloffenen) Programmen wird gelobt. Darum entschied ich mich,
dem Außenseiter im OS-Rummel eine Chance zu geben.
Auf der
Homepage der Distribution erfahre ich, dass die aktuellste Version
"Windows 7" heisst, doch ein iso-image suche ich vergebens. Nach
weiterer Recherche erfahre ich, dass man es nur käuflich erwerben kann,
zum stolzen Preis von 120 Euro für die Basisversion - dafür wird einem
u.A. telefonischer Support geboten.
Die Installation verläuft
simpel, doch anscheinend erkennt Windows meine ext3-Partitionen nicht
und zeigt sie als "unbekannt" an. Nach der Installation dann der Schock
- der Grub-bootloader wurde einfach gelöscht ohne ihn durch einen
anderen Bootloader zu erstetzen. Damit macht sich die junge
Distribution keine Freunde. Nach dem Wiederherstellen des Bootloaders
und dem ersten Start präsentiert sich Windows in schickem Gewandt und
mit netten grafischen Effekten. Doch schon das Aufbauen einer
Internetverbindung bereitet Probleme: für meinen knapp 2 Jahre alten
WLAN-Stick soll ich manuell einen Treiber installieren. Das bedeutet :
Windows wieder herunterfahren, Ubuntu starten, den Treiber aus den
Tiefen des Web kramen, und zu Windows herüberkopieren. Nach der
Installation (dazu muss auf eine Datei mit der Endung .exe geklickt
werden) steht auch die Internetverbindung.
Der erste Blick in
das Programmmenü dämpft die Freude gleich wieder, denn es werden so gut
wie keine Programme mitgeliefert, nicht einmal Textbearbeitung oder
gimp. Nach einiger Suche finde ich die Paketverwaltung, welche sich
unter "Software hinzufügen/entfernen" versteckt, doch auch hier
gähnende Leere: es werden keine Programme angeboten. Anscheinend soll
man sich alle tarballs selbst beschaffen und kompilieren, denn Windwows
kennt weder .deb, .rpm noch sonst irgendeine Art von Paketen. Die
Windowshotline verrät uns allerdings, dass wir wieder auf .exe-Dateien
angewiesen sind, anscheinend das Windows-eigene Paketformat. Auf den
Projektseiten der Programme finden wir tatsächlich hin und wieder
Windowspakete, zumindest bei den großen Projekten wie Blender oder
Openoffice. Die Installation geht auch tatsächlich leicht von der Hand,
nur dass jedesmal nach dem Ordner gefragt wird, wo das Programm
installiert werden soll, stört etwas.
Die Shell bei Windows
nennt sich nicht Shell sonder "cmd" und lässt einiges an gewohntem
Linuxkomfort vermissen, und dass die Ordner mit "\" statt mit "/"
separiert sind macht die Sache auch nicht einfacher. Simple Funktionen
wie cat, ls oder grep fehlen völlig.
Es wird auch nur ein
Fenstermanager mitgeliefert, was wohl gerade auf alter Hardware zu
Problemen führen dürfte. Auch hier offenbart sich das Fehlen von
Konfigurationsdateien und einer tty-Konsole als katastrophal.
Glücklicherweise funktionierte des Grafiktreiber automatisch, wenn dies
nicht der Fall ist wird die Distribution wohl unbenutzbar sein - das
muss noch verbessert werden.
Schließlich war ich froh wieder in
meinem Linux-System zu sein - Windows mag zwar eine interessante
Alternative für Experimentierfreudige sein, doch es muss noch viel
nachgebessert werden. Eine out-of-the-box Unterstützung von Netzwerk,
ext3, mountpoints und so simple Sachen wie pdf-Dokumenten ist wohl das
Mindeste. Ansonsten wird es Windows sehr schwer haben im
Linux-dominierten Markt, zumal man einen dreistelligen Betrag zahlen
muss.
Ubuntu 9.04 – Der Umstieg -
08. November 2009
Es
war an einem Samstag abend. Ich war auf der Suche nach dem Grund für
die temporäre Instabilität meines Mandriva 2008.0. Die Paketverwaltung
meldete mir, nachdem ich einige Paketquellen aktualisiert hatte, etwa
300MB an Updates an. Ich dachte nur “.. dann mal los..” In der
Hoffnung, dass sich die Aufhänger dann beseitigen lassen. Einige Zeit
später stand der Neustart an. Das System startete und ich öffnete, oder
besser wollte, einige Programme öffnen. Gleichzeitig, versteht sich.
Kompozer, Krusader, Firefox, Gwenview, eine Konsole usw. Aber nach dem
zweiten oder dritten Programm war Schluß. Hmmm, was war nun passiert.
Ich konnte machen was ich wollte. Der Zustand blieb. Ich habe versucht,
dieses sehr merkwürdige Verhalten im Internet als Erlebnisbericht
ähnlich Geschädigter zu finden. Keine Chance. Selbst im Safe Mode
wollte die Maschine nicht mehr.
Tausend Gedanken schossen mir durch
den Kopf. Sollte eine
Neuinstallation nun anstehen? Ist das Unvermeidliche nun eingetroffen?
Ich erinnerte mich an ein Backup meiner Platte, erst wenige Tage alt.
Also Live CD gesucht (Parted MAgic 4.5) und gebootet. Ich hatte ein
Backup mit Clonezilla auf meinem Server. Aber das Programm
identifizierte das Verzeichnis nicht mehr als Backup. Also auch diese
Option zu Grabe getragen. Ich habe hier auch nicht mehr viel Zeit
investiert um herauszufiden, was hier schief gegangen ist. Über die
ganze Zeit flirtete die Ubuntu-CD auf meinem Schreibtisch schon mit mir
als wollte sie sagen: komm, nun installier mich schon. Du kannst eh
nicht widerstehen.
Ich bin ihr dann verfallen
Nachdem ich noch die wichtigsten Dinge gesichert hatte, bootete ich die
Live CD und startete die Installation. ICh habe dann gleich eine
größerer HDD spendiert und das System dort frisch installiert.
Der Bericht dazu fällt nun
erstaunlich kurz aus. Es funktioniert
nämlich alles. Grafik (NVIDIA), Sound, Auflösung, Webcam, Drucker,
TV-Karte, Netzwerk, USB bla bla bla und so weiter. Selbst die
Lautstärketasten meiner alten Logitech Tastatur können nun die
Lautstärke regeln. Den Scanner musste ich mit gt68xxx und etwas
Handarbeit einbinden. Aber nun funktioniert er mit xsane hervorragend.
Alle anderen Dinge waren mit dem üblichen Zeitaufwand aber ohne Problem
eingerichtet.
Fazit: Ubuntu ist nach meinem
Geschmack und Gnome erst recht. Es
geht alles irgendwie fluffiger, geschmeidiger und das System macht
genau was es soll. Stabil, schnell und sehr gut zu handhaben.
Fortsetzung folgt…
Rechner friert ein II
31. Oktober 2009
So,
nun bin ich sicher, dass das mit superkaramba zu tun hat. Mit diesem
Tool lassen sich kleine Widgets auf den Screen zaubern. Scheint aber
nicht kompatibel zu KDE3.5 zu sein. Also weg damit und die Maschine
rennt wieder.
Rechner friert ein
27. Oktober 2009
Heute
abend hat sich mein Rechenknecht wirklich komisch verhalten. Nach dem
Start konnte ich kein Programm öffnen. Weder eine Konsole, noch Gimp,
noch Das Kontrollzentrum.
Habe den Rechner dann im Safe Mode
gestartet und den XServer einmal neu konfiguriert. Seitdem gehts wieder.
Habe aber trotzdem seit einigen Tagen
das Problem, dass sich der
Rechner nach Standby Modus des Monitors irgendwie verabschiedet. Keine
Eingabe mehr möglich und es hilft nur der Neustart. Habe nun erstmal
Superkaramba und allen anderen Schnickschnack abgestellt. Muss ich
jetzt mal beobachten. Hatte unter Linux so ein Problem noch nie. Sehr
merkwürdig.
Linux und die Webcam
23. Oktober 2009
Ich
wollte unbedingt eine Webcam unter Linux zum Laufen bekommen. Mein
System weist zwar nicht mehr die allerneuste Version auf (Mandriva
2008.0, Kernel 2.6.22.19 auf einem übertakteten AMD XP2600), aber alles
läuft schnell und stabil. Nachdem ich dann erstmal im Internet
recherchiert habe, welche Webcam am besten funktioniert, habe ich mich
für eine Logitech Webcam Messenger entschieden. Nach den Beschreibungen
einfach einstecken und fertig. Also Kamera gekauft, ab nach Hause und
ausprobiert. Tatsächlich funktionierte die Cam auf Anhieb und
Videotelefonie via Skype war problemlos möglich. Aber dann kam der Tag
eines Updates. Mein Paketinstaller sagt, es gibt wichtige Updates. Ich
habe natürlich bestätigt und die Updates installiert. Und danach war
Essig mit der Cam. Ich konnte bis heute nicht ergründen, aus welchem
Grund die Cam nicht mehr funktionierte. Ich habe das Projekt dann
erstmal frustriert auf Eis gelegt. Vor wenigen Tagen habe ich mich dem
Thema wieder zugewandt. Der Treiber qc-usb-messenger 1.3 brachte
schliesslich Abhilfe. Dazu kann ich das XAWTV empfehlen. Nach
Installation startet man das Tool über die Konsole. Der Aufruf xawtv
-hwscan listet alle Video Devices (z.B. auch eine TV Karte ) auf und
zeigt, ob das Device grundsätzlich funktionieren sollte.
Mit xawtv -c /dev/video0 startet man
dann gezielt das Gerät, also
auch die Webcam. Dananch erscheint in einem Fenster das Kamerabild. Der
Befehl lsusb in der Konsole listet zudem alle angeschlossenen USB
Geräte auf.
Fazit: Die Cam funktioniert und ich
habe mit dem Tool camstream
sogar noch ein Programm gefunden, dass alle paar Sekunden oder Minuten
ein Bild auf meine Website hochladen kann.
Alles in allem war es ein wenig
tricky aber nun läuft die Cam stabil und hat ein super Bild.
Gruß
michi
www.supamichi.de
|