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 Das Norwegen Reisetagebuch 2005                                                              pdf Download

1. Tag Essen-Kiel 22.06.05  Bilderalbum
Sind morgens ohne Frühstück gegen 08:00 aufgebrochen. Die 450km nach Kiel wurden nur durch eine Frühstückspause auf einem Autohof ca. 150km vor Kiel unterbrochen. Kein Stau, gutes Wetter und eine entspannte Anreise.

Das Hotel in Kiel (Nordic) haben wir sofort gefunden, dank Navi :-) . Ein kleines Stadthotel mit netten Zimmern. Nichts besonderes, aber zum Übernachten reicht es.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Zimmer haben wir uns ins Getümmel gestürzt. Die Kieler Woche und die unvermeidbare Party- und Freßmeile lagen nur 5min zu Fuß vom Hotel entfernt. Wir bummeln und Claudi erledigt noch ein paar Einkäufe (Fön von Tchibo). Wir geniessen den Tag, stoßen an mit einem Glas Prossecco und sind so gegen fünf wieder am Hotel. Dort machen wir erstmal ein Nickerchen. Gegen acht brechen wir wieder auf und ein Steakhouse wird uns ein Abendessen zaubern. Die Bedienung, Ulrike wie wir später erfahren, ist ausgesprochen freundlich und das Essen war sehr gut.

Nach dem wir bezahlt hatten, geht es weiter zu einer kleinen Open Air Bühne. Dort rockt eine Cover Band (echt gut) und ich genehmige mir zwei Caipis (wo wir schon mal hier so stehen). Gegen 22:30 neigt sich der Tag dem Ende, Claudi hat Rückenschmerzen und ich Bettschwere. Wir gehen zum Hotel, putzen die Zähnchen und schlummern ein.

2. Tag Kiel-Oslo, die Überfahrt  Bilderalbum
Der Wecker schellt um 8:00 und nach der Morgentoilette gehen wir frühstücken. Wir können es kaum erwarten, die Fantasy endlich zu sehen. Nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt haben, checken wir aus und machen uns auf den Weg zur Fähre. Vorher noch schnell den Santy getankt und wir erreichen den Oslo-Kai nach ca. 20min. Einige Autos stehen hier schon, aber wir sind relativ weit vorn. Ich blicke nach rechts zum Kai und da steht die Fantasy in ihrer vollen Größe. Hab ja schon ein paar Fähren gesehen, aber dieser Kahn stellt alles in den Schatten: 224m lang, 34m breit, 60m hoch, 44500PS und Platz für 2750 Passagiere und 750 Autos. Noch Fragen??

Nach einiger Wartezeit rollen wir von achtern um 13:45 in den Schiffsbauch. Keine 20min. später erreichen wir unsere Kabine und erleben die nächste Überraschung…. Klein aber megafein und geschmackvoll eingerichtet. Wir entledigen uns des Gepäcks und starten die erste Erkundungstour.

Der Weg führt uns auf das Sonnendeck achtern. Wir schnappen uns zwei Liegen und geniessen die Ausfahrt aus der Kieler Förde. Irgendwie sind wir das größte Schiff weit und breit.

Nachdem wir die Förde verlassen haben, wird der Wind kühler und wir beschliessen, dass Schiff zu erkunden. Im Inneren bummeln wir über die einmalige Promenade zum Grand A La Carte Restaurant im Heck des Schiffes. Dort reservieren wir einen Tisch für 21:00Uhr. Das Restaurant bietet einen einmaligen Blick durch eine gigantische Glasfront auf das Meer.

Claudi shoppt noch ein wenig und ersteht ein echt günstiges Portemonnaie für 50€. Nachdem wir alles wichtige herausgefunden haben, ziehen wir uns in die Kabine zurück und machen ein Nickerchen.

Nach einer Stunde machen wir uns ausgehfein, denn wir wollen um 19:00Uhr die Musical-Show im bordeigenen Theater nicht verpassen. Pünktlich finden wir uns ein und haben einen Platz recht weit vorn.

Zwei Cocktails bestellt und die Show beginnt. Man könnte meinen wir sitzen in Essen im GOP und man vergisst auf einem Schiff zu sein. Nachdem die Show zu Ende ist, schlendern wir in den Duty Free und kaufen noch was Süßes.

Es ist nun 21:00Uhr und wir steuern das Restaurant an. Bei einem Pfeffersteak und einem Rentiersteak geniessen wir die grandiose Aussicht und freuen uns des Lebens

Nach dem Essen beschliessen wir, noch in die Tower Disco zu gehen. Ein Cocktail geht noch und wieder vergessen wir, dass wir auf einem Schiff sind. Doch gegen Mitternacht erwischt uns die Bettschwere und wir ziehen uns zur Nachtruhe in die Kabine zurück. So viele neue Eindrücke machen auch müde und schliesslich müssen wir früh raus. In der Nacht werde ich wach und merke wie der Kahn ganz schön schwankt, aber ich schlafe schnell wieder ein.

3. Tag Oslo – Lillehammer Bilderalbum
Morgens um 06:30 schellt der Wecker und wir beeilen uns etwas mit der Morgentoilette. Wir wollen doch die Einfahrt in den Oslo Fjord nicht verpassen. So gegen 07:00 stehen wir auf dem Sonnendeck, was erneut seinen Namen verdient. Der Himmel blau, die See ruhig stampfen wir mit der Kraft von 44500PS Oslo entgegen. Nun wird es aber Zeit fürs Frühstück. Im Grand Buffet Restaurant ist es schon recht voll doch wir bekommen problemlos einen Tisch. Das Frühstückbuffet ist üppig und so manches Hotel im Süden könnte sich hier eine Scheibe abschneiden.

Nach dem Frühstück geht es noch mal auf das Sonnendeck. Gegen 09:00Uhr kommt der Aufruf, die Fahrzeuge aufzusuchen, da die Fantasy nun anlegen wird. Also schnell in die Kabine, das Gepäck geschnappt und zu Deck 5, Ausgang B marschiert. Aber alles soweit kein Problem, alle sind hier irgendwie ganz entspannt und es kommt keine Spur von Stress auf. Den Santy aufgeschlossen, das Gepäck verstaut tippe ich schon mal das Ziel ins Navi ein. Auch das funktioniert problemlos und die im Vergleich zur Fantasy bescheidenen 150PS wollen nun losgelassen werden.

Auf der E6 rollen, oder besser cruisen, wir entspannt Richtung Trondheim/Lillehammer und lassen Oslo hinter uns. Die „Autobahn“ wird schmaler und ist schliesslich nur noch einspurig. Immer wieder passieren wir wunderschöne Seen und Landschaften, so dass man andauernd anhalten und geniessen will. Gegen 13:00Uhr erreichen wir nach 180km das Olympiadorf Lillehammer. Eine kleine Stadt oder ein großes Dorf, wie man es gerade betrachtet. Auch das Hotel, Rica Viktoria, im Zentrum der Stadt ist Dank Navi schnell gefunden. Das Zimmer ist mittelprächtig aber groß und mit allem ausgestattet, was man so braucht.

Am Nachmittag bummeln wir über die kleine Einkaufsstrasse und nehmen bei einem Italiener einen kleinen Snack ein. Dann lesen wir von dem Freilichtmuseum Maihaugen. Da müssen wir hin.

Das Museum erklärt die Entwicklung der norwegischen Bau-und Lebenskunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit mit originalen Bauten aus allen Epochen. In jedem Bereich findet man Komparsen, die sehr redselig sind und so kommen wir schnell ins Gespräch. Der Besuch ist ein genialer Einstig in unsere Rundreise. Besser als hier kann man die norwegische Lebensweise wohl kaum studieren. Der Rundgang dauert fast 3 Stunden und wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Nun ist Chill Out angesagt um fit für den Abend zu sein.

Wir machen uns gegen 8 Uhr auf um ein Restaurant fürs Abendessen zu finden. Nach wenigen Minuten vom Hotel entfernt entdecken wir hinter einer Häuserzeile einen kleinen Fluss und ein Restaurant, dessen Terasse über den Fluss ragt. Claudi sagt sofort: Da müssen wir hin. Wir überqueren eine kleine Steinbrücke und erreichen den Eingang. Auch ein Platz auf der Terasse ist schnell gefunden. Die Speisekarte gibt es in englisch und die ausgesprochen freundliche Bedienung serviert ein köstliches Mahl. Ich gönne mir zwei Bier und Claudi trinkt Sprite. Schliesslich darf sie keinen Alkohol mehr trinken. Sie ist ja jetzt zu zweit

Um 22:30 sind wir im Hotel und begeben uns zur Nachtruhe.

4. Tag Lillehammer- Roros Bilderalbum
In der Nacht wache ich um 3 Uhr auf, da einige Hotelgäste am Eingang sehr laut sind. Das gleich noch mal um 6 Uhr in der Früh. Ein Reisebus bringt oder holt Gäste und die sind auch nicht die Spur leise. Egal, wir sind ja nicht allein auf der Welt. Aber mir fiel auf, dass es um 3 Uhr nachts noch genauso hell war wie um 9 Uhr abends. Komischer Anblick.

Nach dem Frühstück verlassen wir gegen 10Uhr Lillehammer in nördlicher Richtung. Schon bald wird die Strasse immer schmaler und wir erreichen das Grundbansdal. Die Fahrt durch das Tal ist sehr beeindruckend (so für Großstädter ein echtes Erlebnis). Mit den vorgeschriebenen 80km/h rollen wir nordwärts und es wird merklich kühler. Auf den Gipfeln liegt noch Schnee und selbst am Strassenrand liegen noch einige Schneereste. Immer wieder laufen Schafe einfach über die Strasse und man muss schon ein bisschen aufpassen. Kurz vor Ringebu steht eine der am besten erhalten Stabkirchen Norwegens. Ein schmaler Weg führt zu dieser Sehenswürdigkeit. Die Kirche ist komplett aus Holz und wurde um 1030n.Chr. errichtet. Wir haben Glück und eine junge Dame namens Julie erklärt einer Gruppe von Rentnern ( und auch uns) die Enstehungsgeschichte der Kirche.

Als wir Ringebu erreichen halten wir spontan an. Ein Trödelmarkt oder ein kleines Volksfest macht uns neugierig. Die Kamera geschnappt mischen wir uns unter das Volk. Es scheint sich um ein Fest hinsichtlich einer Städtepartnerschaft mit Städten in den USA und Kanada zu handeln. In einer Seitenstrasse stehen einige Ami-Schlitten. Eine Corvette Stingray in super Zustand sieht man in Deutschland kaum. Hier scheint das normal zu sein. Claudi kauft in einer kleinen Bäckerei Donuts zur Stärkung.

Die Reise führt uns weiter nach Roros. Die Strecke zwischen Lillehammer und Roros beträgt ca. 230km. Auf norwegischen Strassen dauert das schon mal 3-4 Stunden dauern. Wir erreichen unser Ziel gegen 16:30Uhr und das Hotel befindet sich auf der Hauptstrasse. Hier etwas zu finden ist einfach, da die Orte sehr übersichtlich sind Unser Santy parkt gegenüber dem Hotel und wir checken ein. Das Hotel macht einen guten Eindruck und das Zimmer ist ok.

Wir machen anschliessend einen Bummel über die kleine Hauptstrasse und es sieht hier aus wie in Maihaugen (ihr erinnert euch). In einem kleinen, wie soll man es nennen, Cafe mit Kunsthandel nehmen wir einen Kaffee. Auf dem kleinen Hinterhof befinden sich ein paar Sitzgelegenheiten und man kann Bilder und andere Handwerkskunst kaufen. „Froyas Haus“, so heißt dieser Ort, ist wirklich sehr niedlich und Froya spricht deutsch. Wir kommen ein wenig ins Gespräch und erfahren, dass es im Sommer auch durchaus mal 25-28Grad sein können. Momentan haben wir 10Grad und es fröstelt ein wenig.

Zurück im Hotel beschliessen wir hier zu Abend zu Essen. Es gibt ein reichhaltiges Büfett und wir laben uns an den Speisen. Nach dem Essen machen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang und Claudi bemerkt, dass Sie die Kamera im Restaurant hat liegen lassen. Im Schweinsgalopp zurück aber die Bedienung hat die Kamera schon an der Rezeption abgegeben. Nochmal Glück gehabt.

Gegen Abend sind wir auf dem Zimmer und es scheint, dass auch hier die Norweger gerne feiern. Die Lautstärke ist nicht zu ertragen und ich beschwere mich bei der Rezeption. Die gute Dame verspricht für Ruhe zu sorgen. Eine Zeit und eine Beschwerde weiter, wir haben mittlerweile Mitternacht, ist dann auch Ruhe und wir können schlafen.

 5. Tag Roros- Trondheim Bilderalbum
Die heutige Etappe führt uns nach Trondheim, der nördlichste Ort unserer Reise. Vor der Abfahrt besichtigen wir noch die Kupfer-Schmelzhütte und das hiesige Museum. Roros ist während der Jahundertwende durch die Kupfermine sehr wohlhabend gewesen. Heute ist die Mine und die Schmelzhütte Teil des Museums und man kann sich gut vorstellen, wie die Menschen vor vielen Jahren hier gelebt und gearbeitet haben.

Nun aber geht es weiter nach Trondheim. Vor uns liegen ca. 170km durch norwegische Einöde und viel Landschaft. Es leben 4,5Mio Menschen in einem Land 10mal größer als Deutschland. Hier merkt man es. Wir folgen lange Zeit einem Fluss (Nivelda?) durch ein Tal. An den Hängen stehen vereinzelt ein paar Häuser im typisch norwegischen Stil und unweigerlich fragen wir uns, was die Menschen hier so tun.

Auch das Navi scheint die Strasse nicht zu kennen, macht aber nichts, es gibt hier nur diese eine. Das man sich hier verfährt ist eigentlich ausgeschlossen.

Wir erreichen Trondheim am frühen Nachmittag. Das Hotel ist nagelneu und kein Vergleich zum vorherigen. Bestens ausgestattet in sehr guter Lage direkt an der Nivelda. Nur einen Parkplatz gibt es nicht und der Santy muss mit der Strasse vor dem Hotel vorlieb nehmen.

Nachdem wir eingecheckt haben, bringen wir das Gepäck auf das Zimmer im 5. Stock. Anschliessend trinken wir erstmal einen Kaffee in der Hotelbar um uns zu aklimatisieren. Es regnet noch ein wenig und wir studieren den Reiseführer. Der Regen hört auf, wir zahlen und gehen zu Fuß in die Innenstadt. Einige Speicherhäuser kommen uns sehr bekannt vor. Sieht ein wenig aus wie in Hamburg, nur kleiner. Dass Trondheim ist eine ganz süsse Stadt ist, stellen wir schon nach wenigen Gehminuten fest. Moderne Architektur gemischt mit den alten Holzbauten hat irgendwie Charme. Leider ist heute Sonntag und viele Sehenswürdigkeiten haben geschlossen. Wir stärken uns bei Burger King und gehen zurück zum Hotel.

Im Hotel machen wir erstmal eine kleine Siesta.

Es wird Zeit fürs Abendessen und wir gehen ein paar Meter vom Hotel entfernt Richtung City. Dort finden wir Peppes Pizza und kehren ein. Die richtige Wahl wie sich später herausstellt. Wir bestellen auf Anraten der Bedienung, ebenfalls sehr freundlich, eine große Pizza zur Hälfte als Margeritha und zur anderen Hälfte Amercian Classic. Die Pizza kommt und uns fehlen die Worte. Im Durchmesser wie eine 18“ Felge und so dick wie der dazugehörige Reifen. Kein Zweifel daran, dass wir satt geworden sind. Wir rollen zurück zum Hotel und betten uns zur Nachtruhe.

6. Tag Trondheim – Kristiansund Bilderalbum
Nach dem Frühstück besichtigen wir noch die Domkirche in Trondheim. War nicht so leicht zu finden und das Wetter wird auch schlechter.

Gegen 11:00Uhr machen wir uns auf den Weg nach Kristiansund. Es liegen ca. 170km vor uns. Die ersten Kilometer führen über schmale Strassen durch dünn besiedeltes Gebiet. Das Wetter wird immer schlechter, es hört nicht auf zu regnen und die Strasse wird auch nicht besser. Allerdings sind die tiefhängenden Wolken an den Berggipfeln auch ein Schauspiel, dass man nicht jeden Tag sieht.

Kurz vor Kristiansund müssen wir noch mit einer Fähre den Halsafjord überqueren. Die Fahrt mit der kleinen Fähre dauert ca. 20min.

Wir erreichen Kristiansund gegen 15:00Uhr. Am Ortseingang finden wir eine Do It Yourself Waschanlage. Ich entschliesse mich kurzfristig unserem Santy eine Wäsche zu gönnen. Die Strecke hat ihm sehr zugesetzt und ich kann durch die Heckscheibe nichts mehr sehen.

Blitzblank rollen wir zum Hotel. Schnell eingecheckt und in einem Parkhaus (überdacht) geparkt. Da wird er wenigstens nicht nass. Wir bringen unsere Sachen aufs Zimmer und wollen die Gegend erkunden. Nach 15min. im strömenden Regen geben wir unser Vorhaben allerdings wieder auf. Sichtlich entnervt kehren wir zum Hotel und die Laune erreicht kurz einen Tiefpunkt. Dann hat Claudi die Idee, die Sauna zu besuchen und ein wenig zu entspannen. Eine sehr gute Idee und kurz darauf sitzen wir in der hoteleigenen Sauna und blicken über die Dächer von Kristiansund.

Später machen wir dann doch noch einen kleinen Rundgang und kehren ins Hotel-Restaurant ein. Claudi bestellt ein Wok-Gericht und ich den traditionellen Klippfisch.

Der Chef des Restaurants wird auf mein ESSEN Shirt aufmerksam und wir kommen ins Gespräch. Er kam vor 3 Jahren nach Norwegen, nachdem er seine Frau auf Mallorca kennengelernt hat. Jaja , die Frauen. Wir gehen aufs Zimmer und der Tag neigt sich dem Ende.

7. Tag Kristiansund – Alesund Bilderalbum
Das Früstück ist, wie in den Hotels zuvor, gut und reichhaltig. Wir packen unsere sieben Sachen und checken aus. Ich hole den Santy aus dem Parkhaus und wir laden das Gepäck ein. Auf geht’s, vor uns liegen heute laut Beschreibung 170km, 2 Fähren und schmale Strassen. Der Trip startet direkt mit der Fähre nach Bremsnes. Von dort geht es weiter Richtung Alesund. Nachdem wir einige Zeit durch die traumhafte Landschaft rollen, wird uns klar, dass die Kilometerangabe in der Reisebeschreibung schlicht gelogen ist. Nachdem wir schon über 100km gefahren sind erreichen wir erst die zweite Fähre über den nächsten Fjord. Vorher haben wir noch schmale Brücken und lange Tunnel passiert. Und man muss alle Nase lang bezahlen. Es ist mittlerweile drei Uhr nachmittags und während wir auf die Fähre warten holt Claudi zwei Hot Dogs. Die Dinger waren super lecker, da muss man noch einen Kaffee nehmen. Und da kommt auch schon die Fähre. Die Überfahrt dauert ca. 15min und weiter geht’s. Das Wetter wird nun auch mal etwas besser, d.h. es hört auf zu regnen. Die Temperatur ist immer noch so um 10Grad. Wie uns Einheimische bestätigen, ist dieser Sommer deutlich zu nass und zu kalt. Naja, Pech gehabt.

Gegen 17:00Uhr erreichen wir Alesund und , Navi sei Dank, finden wir das Hotel recht schnell. Unser Santy bekommt einen warmen, trockenen Platz in der Tiefgarage und wir beziehen unser Zimmer. Hübsch eingerichtet und mit Blick über Alesund.

Wir machen noch einen Spaziergang und erklimmen die 418 Stufen zur Fjellstua. Das ist der höchste Punkt in Alesund und bietet damit einen sensationellen Rundblick. Allerdings heute leider etwas getrübt durch das schlechte Wetter. Dafür kaufe ich Postkarten, damit wir wissen wie es im Sommer eigentlich aussieht.

Nun haben wir aber einen Bärenhunger und gehen zum Hotel zurück. Im Restaurant gibt es Buffett für 185Kronen und wir schlagen uns den Bauch voll. Am Essen mangelt es hier wirklich nirgends und alles ist immer lecker und reichhaltig. Nur das Bier ist teuer. Für zwei 0,3l Pils bezahlen wir 110Kronen.

Nun sind wir auf unserem Zimmer und erholen uns vom Tag. Draussen zieht es sich immer mehr zu und man kann noch nicht mal mehr das Meer sehen. Claudi bekommt Ihre versprochene Massage und der Tag geht zu Ende.

 8. Tag Alesund – Forde Bilderalbum
Das Handy bimmelt und weckt uns um 07:30. Ich stehe auf und muss erstmal für kleine Königstiger. Dann gehe ich zum Fenster und öffne den Vorhang. Wow… ich kann es kaum glauben… blauer Himmel und man kann wieder weiter als 200m schauen. Claudi geht zuerst duschen und wir können es kaum abwarten, dass es wieder los geht. Wir gehen noch schnell in eine Apotheke und kaufen Folsäure-Tabletten. Claudi braucht das jetzt Im Hotel ausgecheckt, den Santy gesattelt und weiter geht’s. Wir fahren durch den Ort und wir halten noch schnell an einer Selbstwaschanlage. Santy sieht aus wie Sau und so dreckig bei so schönem Wetter geht gar nicht. Die Wäsche ist schnell erledigt und wir verlassen Alesund auf der E39. Wir erreichen bei wunderschönem Wetter die erste von drei Fähren heute. Die Wartezeit überbrücken wir mit einem Kaffe und sind völlig begeistert von der atemberaubendem Landschaft. Der Fjord strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette.

Die Fahrt führt vorbei an herrlichen Berglandschaften und immer wieder gehen Wasserfälle nieder. Die letzten Reste Schnee schmelzen in der Sonne. Die Temperatur beträgt so ca. 15Grad. Die zweite Fähre erwischen wir gerade noch und fahren quasi direkt aufs Schiff.

Die letzte Etappe ist landschaftlich die Schönste. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher von unserer eigentlichen Route und entdecken eine alte Holzkirche. Von hier hat man einen traumhaften Blick über das Fjordtal.

Wir halten noch mal an einem kleinen Supermarkt und kaufen Erdbeeren, Äpfel und ein paar Kekse.

Und dann rollen wir weiter. Die Strasse führt abermals durch ein Tal und die Aussicht ist unbeschreiblich. Man kommt sich hier so klein vor. Kurz vor einer Kurve halten wir, da der Fluss dem wir folgen, sich kurzfristig in einen reissenden Strom verwandelt hat. Wir machen ein paar Fotos und weiter geht’s.

Gegen 16:00Uhr erreichen wir Forde. Der Ort befindet sich in einem Tal und das Hotel ist gut gelegen.

Wir checken ein und eine halbe Stunde später schwimmen wir im Pool. Sehr erfrischend so ein Bad nach so langer Fahrt. Ich gehe noch in die Sauna und Claudi liegt in der Sonne.

Vor dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang und geniessen dann das Bufett im Hotel. Wie immer reichhaltig und sehr lecker. Aber hier ist es irgendwie eine Spur besser.

9. Tag Forde – Ulvik Bilderalbum
Wir freuen uns auf die Weiterfahrt nach Ulvik. Dort bleiben wir erstmal 3 Tage bevor wir die letzte Etappe nach Oslo antreten. Ulvik liegt im Südwesten Norwegens und soll ein Ferienort sein. Allerdings ist das mit einem Ferienort im Süden Spaniens nicht zu vergleichen. Von Remmi-Demmi fehlt hier wirklich überall jede Spur.

Landschaftlich ist das mit Abstand die atemberaubenste Etappe, die wir gefahren sind. Zunächst geht die Reise wie gewohnt an Fjorden mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund vorbei. Heute haben wir nur eine Fähre und die befindet sic in der Mitte des ca. 220km Trips.

Nach der Fähre geht die Fahrt ins Gebirge und wir halten mehrfach an um die Landschaft und den Schnee zu bestaunen. Dann erreichen wir einen noch zugefrorenen See und trauen unseren Augen kaum. Wir haben hier so um die 15Grad, der Himmel strahlt blau und wir stehen vor einem zugefrorenen See. Die Eisdecke ist so dick, dass selbst faustgrosse Steine nach einem beherzten Wurf nicht durchbrechen. Ein paar hundert Meter weiter erreichen wir einen Aussichtspunkt, der seinen Namen auch verdient. Zu Beginn der Serpentine, die wieder ins Tal führt hat man einen gigantischen Blick auf das selbige. Auch ein großer Wasserfall darf hier natürlich nicht fehlen. Es fehlen einem hier wirklich die Worte. Wir fahren durch das Tal, begleitet von dem Fluss der vorher noch ein Wasserfall war.

Nur schlecht, dass man an keinen der bisherigen Wasserfälle so richtig zum Fotoshooting herankommt. Doch das sollte sich bald ändern. Wir rollen auf der schmalen Landstrasse und plötzlich ruft Claudi: „HIER“. Auf der rechten Seite sehen wir einen wirklich gigantischen Wasserfall und es gibt einen Parkplatz, einen Kiosk und Reisebusse. Also, nichts wie rechts ran, den Santy geparkt und die Kamera geschnappt. Die Fotos sprechen für sich. Ich schätze, der Wasserfall ist so 20-25m hoch und recht breit. Man kann, wenn man will, sich direkt in den Wasserfall stellen. Allerdings wird man schon 10m davor durch das Spritzwasser nass.

Es sind nun noch so 20-30km bis Ulvik, unserem Zielort für heute. Bei bestem Wetter absolvieren wir die letzten Kilometer.

Wir erreichen Ulvik gegen 17:30Uhr und sind erneut von der grandiosem Landschaft völlig sprachlos. Der Ort liegt an einem Fjord und eigentlich kann es nicht malerische sein. Das Hotel ist schon alt, strahlt aber Behaglichkeit und Komfort aus. Es ist ausgesprochen ruhig hier. Auch unsere Mitfahrer sind bereits angekommen. Wir haben uns unterwegs immer wieder mal überholt. Die Reise hierher hat lange gedauert (7std. für 230km).

Nachdem wir das Zimmer bezogen haben (zur Strassenseite), erkunden wir das Hotel. Ich frage nach einem Zimmer mit Fjordblick. Die Preise betragen dafür 100Kronen pro Person und Nacht Aufpreis. Eigentlich finde ich unser Zimmer doch schön und wir bleiben wo wir sind.

Wir gehen nach einer Dusche ins Restaurant. Reisen macht hungrig. Das Buffet soll 315Kronen (40€) kosten und wir entscheiden uns für a la Carte. Claudi ist ein Truthanschnitzel mit ihren geliebten Pommes und ich bekomme ein sehr gutes Heilbutt Filet. Fisch ist hier immer empfehlenswert.

Nach dem Essen laufen wir noch ein paar Meter und fallen dann todmüde ins Bett.

 10. Tag Ulvik
Endlich können wir mal ein bisschen ausschlafen (so bis um 08:30Uhr). Nach einer Dusche geht es zum Frühstück. Was soll ich sagen, auch hier ist es sehr lecker und reichhaltig. Unsere Mitreisenden aus Minden sind auch beim Frühstück und wir kommen mal wieder ins Gespräch. Die beiden fahren heute nach Bergen. Der Ferienort Bergen soll sehr malerisch sein und gute Einkaufsmöglichkeiten bieten. Doch heute scheuen wir die 120km lange Fahrt. Wir wollen etwas ausspannen.

Nach dem Frühstück starten wir mit unserem Santy eine kleine Erkundungstour, fahren die Berge hinauf und wieder herunter. Auf dem Weg zurück in den Ort entdecken wir ein Schild für ein Freibad. Und dann finden wir tatsächlich ein Stück Strand am Fjord. Einige Kinder baden bereits im eiskalten Fjordwasser.

Wir legen uns in die Sonne und vertrödeln herrlich die Zeit. Claudi hält den dicken Zeh ins Wasser und findet es nicht so kalt. Aber ganz rein geht sie auch nicht.

Wir fahren in den Ort und kaufen an einem kleinen Kiosk die BILD, etwas zu trinken und zwei Hot Dogs. Man kann diesen kleinen, leckeren Biestern hier einfach nicht widerstehen. Und sie wissen genau, wie lecker sie sind.

Da die Preise im Restaurant gesalzen sind, beschliessen wir heute ein kleines Picknick auf dem Zimmer. Wir kaufen etwas Brot, Wurst und Käse und Getränke ein. Der Kühlschrank im Zimmer bekommt nun was zu tun.

Zum Relaxen nutzen wir den hauseigenen Pool und legen uns dann zum Trocknen in die Sonne. Diese scheint hier so angenehm ohne zu brennen. Wir lesen, ich telefoniere ein wenig und wir lassen die Seele baumeln. Was für ein großartiger Tag.

 11 - 13. Tag
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Nachdem wir uns in Ulvik so richtig entspannt haben, treten wir heute die letzten 350km Richtung Oslo an. Dort werden wir im Holmenkollen Hotel übernachten.

Die Fahrt ist lang, schliesslich sind wir in Norwegen. Wir erreichen gegen Abend das Hotel. Leider reicht die Zeit nicht, um noch eine Tour durch Oslo zu machen. Wir geniessen den Abend im Hotel.

14. Tag
Es geht nach dem Frühstück direkt zum hafen, wo auch schon die FANTASY auf uns wartet. Nach dem Einchecken wird unser Santy auf dem Autodeck geparkt und wir gehen zu unserer Kabine. Diesmal ist sie mit zwei Einzelbetten ausgestattet und wir philosohieren über die Vor- und Nachteile gegenüber einem großen Doppelbett.

Das Ablege-Manöver bei strahlendem Sonnenschein und 22°Grad ist schon ein Event und wird von vielen Passagiere vom Sonnendeck aus verfolgt.

Wir verlassen Oslo durch den Oslofjord und der Urlaub geht zu Ende. 
         
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