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norwegen tagebuch.
Das
Norwegen Reisetagebuch
2005
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1. Tag
Essen-Kiel 22.06.05 Bilderalbum
Sind
morgens ohne Frühstück gegen 08:00 aufgebrochen. Die 450km nach Kiel
wurden nur durch eine Frühstückspause auf einem Autohof ca. 150km vor
Kiel unterbrochen. Kein Stau, gutes Wetter und eine entspannte Anreise.
Das
Hotel in Kiel (Nordic) haben wir sofort gefunden, dank Navi :-) . Ein
kleines Stadthotel mit netten Zimmern. Nichts besonderes, aber zum
Übernachten reicht es.
Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem
Zimmer haben wir uns ins Getümmel gestürzt. Die Kieler Woche und die
unvermeidbare Party- und Freßmeile lagen nur 5min zu Fuß vom Hotel
entfernt. Wir bummeln und Claudi erledigt noch ein paar Einkäufe (Fön
von Tchibo). Wir geniessen den Tag, stoßen an mit einem Glas Prossecco
und sind so gegen fünf wieder am Hotel. Dort machen wir erstmal ein
Nickerchen. Gegen acht brechen wir wieder auf und ein Steakhouse wird
uns ein Abendessen zaubern. Die Bedienung, Ulrike wie wir später
erfahren, ist ausgesprochen freundlich und das Essen war sehr gut.
Nach
dem wir bezahlt hatten, geht es weiter zu einer kleinen Open Air Bühne.
Dort rockt eine Cover Band (echt gut) und ich genehmige mir zwei Caipis
(wo wir schon mal hier so stehen). Gegen 22:30 neigt sich der Tag dem
Ende, Claudi hat Rückenschmerzen und ich Bettschwere. Wir gehen zum
Hotel, putzen die Zähnchen und schlummern ein.
2. Tag
Kiel-Oslo, die Überfahrt Bilderalbum
Der
Wecker schellt um 8:00 und nach der Morgentoilette gehen wir
frühstücken. Wir können es kaum erwarten, die Fantasy endlich zu sehen.
Nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt haben, checken wir aus und
machen uns auf den Weg zur Fähre. Vorher noch schnell den Santy getankt
und wir erreichen den Oslo-Kai nach ca. 20min. Einige Autos stehen hier
schon, aber wir sind relativ weit vorn. Ich blicke nach rechts zum Kai
und da steht die Fantasy in ihrer vollen Größe. Hab ja schon ein paar
Fähren gesehen, aber dieser Kahn stellt alles in den Schatten: 224m
lang, 34m breit, 60m hoch, 44500PS und Platz für 2750 Passagiere und
750 Autos. Noch Fragen??
Nach einiger Wartezeit rollen wir von
achtern um 13:45 in den Schiffsbauch. Keine 20min. später erreichen wir
unsere Kabine und erleben die nächste Überraschung…. Klein aber
megafein und geschmackvoll eingerichtet. Wir entledigen uns des Gepäcks
und starten die erste Erkundungstour.
Der Weg führt uns auf das
Sonnendeck achtern. Wir schnappen uns zwei Liegen und geniessen die
Ausfahrt aus der Kieler Förde. Irgendwie sind wir das größte Schiff
weit und breit.
Nachdem wir die Förde verlassen haben, wird der
Wind kühler und wir beschliessen, dass Schiff zu erkunden. Im Inneren
bummeln wir über die einmalige Promenade zum Grand A La Carte
Restaurant im Heck des Schiffes. Dort reservieren wir einen Tisch für
21:00Uhr. Das Restaurant bietet einen einmaligen Blick durch eine
gigantische Glasfront auf das Meer.
Claudi shoppt noch ein wenig
und ersteht ein echt günstiges Portemonnaie für 50€. Nachdem wir alles
wichtige herausgefunden haben, ziehen wir uns in die Kabine zurück und
machen ein Nickerchen.
Nach einer Stunde machen wir uns
ausgehfein, denn wir wollen um 19:00Uhr die Musical-Show im bordeigenen
Theater nicht verpassen. Pünktlich finden wir uns ein und haben einen
Platz recht weit vorn.
Zwei Cocktails bestellt und die Show
beginnt. Man könnte meinen wir sitzen in Essen im GOP und man vergisst
auf einem Schiff zu sein. Nachdem die Show zu Ende ist, schlendern wir
in den Duty Free und kaufen noch was Süßes.
Es ist nun 21:00Uhr
und wir steuern das Restaurant an. Bei einem Pfeffersteak und einem
Rentiersteak geniessen wir die grandiose Aussicht und freuen uns des
Lebens
Nach dem Essen beschliessen wir, noch in die Tower Disco
zu gehen. Ein Cocktail geht noch und wieder vergessen wir, dass wir auf
einem Schiff sind. Doch gegen Mitternacht erwischt uns die Bettschwere
und wir ziehen uns zur Nachtruhe in die Kabine zurück. So viele neue
Eindrücke machen auch müde und schliesslich müssen wir früh raus. In
der Nacht werde ich wach und merke wie der Kahn ganz schön schwankt,
aber ich schlafe schnell wieder ein.
3. Tag
Oslo – Lillehammer Bilderalbum
Morgens
um 06:30 schellt der Wecker und wir beeilen uns etwas mit der
Morgentoilette. Wir wollen doch die Einfahrt in den Oslo Fjord nicht
verpassen. So gegen 07:00 stehen wir auf dem Sonnendeck, was erneut
seinen Namen verdient. Der Himmel blau, die See ruhig stampfen wir mit
der Kraft von 44500PS Oslo entgegen. Nun wird es aber Zeit fürs
Frühstück. Im Grand Buffet Restaurant ist es schon recht voll doch wir
bekommen problemlos einen Tisch. Das Frühstückbuffet ist üppig und so
manches Hotel im Süden könnte sich hier eine Scheibe abschneiden.
Nach
dem Frühstück geht es noch mal auf das Sonnendeck. Gegen 09:00Uhr kommt
der Aufruf, die Fahrzeuge aufzusuchen, da die Fantasy nun anlegen wird.
Also schnell in die Kabine, das Gepäck geschnappt und zu Deck 5,
Ausgang B marschiert. Aber alles soweit kein Problem, alle sind hier
irgendwie ganz entspannt und es kommt keine Spur von Stress auf. Den
Santy aufgeschlossen, das Gepäck verstaut tippe ich schon mal das Ziel
ins Navi ein. Auch das funktioniert problemlos und die im Vergleich zur
Fantasy bescheidenen 150PS wollen nun losgelassen werden.
Auf
der E6 rollen, oder besser cruisen, wir entspannt Richtung
Trondheim/Lillehammer und lassen Oslo hinter uns. Die „Autobahn“ wird
schmaler und ist schliesslich nur noch einspurig. Immer wieder
passieren wir wunderschöne Seen und Landschaften, so dass man andauernd
anhalten und geniessen will. Gegen 13:00Uhr erreichen wir nach 180km
das Olympiadorf Lillehammer. Eine kleine Stadt oder ein großes Dorf,
wie man es gerade betrachtet. Auch das Hotel, Rica Viktoria, im Zentrum
der Stadt ist Dank Navi schnell gefunden. Das Zimmer ist mittelprächtig
aber groß und mit allem ausgestattet, was man so braucht.
Am
Nachmittag bummeln wir über die kleine Einkaufsstrasse und nehmen bei
einem Italiener einen kleinen Snack ein. Dann lesen wir von dem
Freilichtmuseum Maihaugen. Da müssen wir hin.
Das Museum erklärt
die Entwicklung der norwegischen Bau-und Lebenskunst vom Mittelalter
bis zur Neuzeit mit originalen Bauten aus allen Epochen. In jedem
Bereich findet man Komparsen, die sehr redselig sind und so kommen wir
schnell ins Gespräch. Der Besuch ist ein genialer Einstig in unsere
Rundreise. Besser als hier kann man die norwegische Lebensweise wohl
kaum studieren. Der Rundgang dauert fast 3 Stunden und wir machen uns
auf den Rückweg zum Hotel. Nun ist Chill Out angesagt um fit für den
Abend zu sein.
Wir machen uns gegen 8 Uhr auf um ein Restaurant
fürs Abendessen zu finden. Nach wenigen Minuten vom Hotel entfernt
entdecken wir hinter einer Häuserzeile einen kleinen Fluss und ein
Restaurant, dessen Terasse über den Fluss ragt. Claudi sagt sofort: Da
müssen wir hin. Wir überqueren eine kleine Steinbrücke und erreichen
den Eingang. Auch ein Platz auf der Terasse ist schnell gefunden. Die
Speisekarte gibt es in englisch und die ausgesprochen freundliche
Bedienung serviert ein köstliches Mahl. Ich gönne mir zwei Bier und
Claudi trinkt Sprite. Schliesslich darf sie keinen Alkohol mehr
trinken. Sie ist ja jetzt zu zweit
Um 22:30 sind wir im Hotel und begeben uns zur Nachtruhe.
4. Tag
Lillehammer- Roros Bilderalbum
In
der Nacht wache ich um 3 Uhr auf, da einige Hotelgäste am Eingang sehr
laut sind. Das gleich noch mal um 6 Uhr in der Früh. Ein Reisebus
bringt oder holt Gäste und die sind auch nicht die Spur leise. Egal,
wir sind ja nicht allein auf der Welt. Aber mir fiel auf, dass es um 3
Uhr nachts noch genauso hell war wie um 9 Uhr abends. Komischer Anblick.
Nach
dem Frühstück verlassen wir gegen 10Uhr Lillehammer in nördlicher
Richtung. Schon bald wird die Strasse immer schmaler und wir erreichen
das Grundbansdal. Die Fahrt durch das Tal ist sehr beeindruckend (so
für Großstädter ein echtes Erlebnis). Mit den vorgeschriebenen 80km/h
rollen wir nordwärts und es wird merklich kühler. Auf den Gipfeln liegt
noch Schnee und selbst am Strassenrand liegen noch einige Schneereste.
Immer wieder laufen Schafe einfach über die Strasse und man muss schon
ein bisschen aufpassen. Kurz vor Ringebu steht eine der am besten
erhalten Stabkirchen Norwegens. Ein schmaler Weg führt zu dieser
Sehenswürdigkeit. Die Kirche ist komplett aus Holz und wurde um
1030n.Chr. errichtet. Wir haben Glück und eine junge Dame namens Julie
erklärt einer Gruppe von Rentnern ( und auch uns) die
Enstehungsgeschichte der Kirche.
Als wir Ringebu erreichen
halten wir spontan an. Ein Trödelmarkt oder ein kleines Volksfest macht
uns neugierig. Die Kamera geschnappt mischen wir uns unter das Volk. Es
scheint sich um ein Fest hinsichtlich einer Städtepartnerschaft mit
Städten in den USA und Kanada zu handeln. In einer Seitenstrasse stehen
einige Ami-Schlitten. Eine Corvette Stingray in super Zustand sieht man
in Deutschland kaum. Hier scheint das normal zu sein. Claudi kauft in
einer kleinen Bäckerei Donuts zur Stärkung.
Die Reise führt uns
weiter nach Roros. Die Strecke zwischen Lillehammer und Roros beträgt
ca. 230km. Auf norwegischen Strassen dauert das schon mal 3-4 Stunden
dauern. Wir erreichen unser Ziel gegen 16:30Uhr und das Hotel befindet
sich auf der Hauptstrasse. Hier etwas zu finden ist einfach, da die
Orte sehr übersichtlich sind Unser Santy parkt gegenüber dem Hotel und
wir checken ein. Das Hotel macht einen guten Eindruck und das Zimmer
ist ok.
Wir machen anschliessend einen Bummel über die kleine
Hauptstrasse und es sieht hier aus wie in Maihaugen (ihr erinnert
euch). In einem kleinen, wie soll man es nennen, Cafe mit Kunsthandel
nehmen wir einen Kaffee. Auf dem kleinen Hinterhof befinden sich ein
paar Sitzgelegenheiten und man kann Bilder und andere Handwerkskunst
kaufen. „Froyas Haus“, so heißt dieser Ort, ist wirklich sehr niedlich
und Froya spricht deutsch. Wir kommen ein wenig ins Gespräch und
erfahren, dass es im Sommer auch durchaus mal 25-28Grad sein können.
Momentan haben wir 10Grad und es fröstelt ein wenig.
Zurück im
Hotel beschliessen wir hier zu Abend zu Essen. Es gibt ein
reichhaltiges Büfett und wir laben uns an den Speisen. Nach dem Essen
machen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang und Claudi bemerkt, dass
Sie die Kamera im Restaurant hat liegen lassen. Im Schweinsgalopp
zurück aber die Bedienung hat die Kamera schon an der Rezeption
abgegeben. Nochmal Glück gehabt.
Gegen Abend sind wir auf dem
Zimmer und es scheint, dass auch hier die Norweger gerne feiern. Die
Lautstärke ist nicht zu ertragen und ich beschwere mich bei der
Rezeption. Die gute Dame verspricht für Ruhe zu sorgen. Eine Zeit und
eine Beschwerde weiter, wir haben mittlerweile Mitternacht, ist dann
auch Ruhe und wir können schlafen.
5. Tag
Roros- Trondheim Bilderalbum
Die
heutige Etappe führt uns nach Trondheim, der nördlichste Ort unserer
Reise. Vor der Abfahrt besichtigen wir noch die Kupfer-Schmelzhütte und
das hiesige Museum. Roros ist während der Jahundertwende durch die
Kupfermine sehr wohlhabend gewesen. Heute ist die Mine und die
Schmelzhütte Teil des Museums und man kann sich gut vorstellen, wie die
Menschen vor vielen Jahren hier gelebt und gearbeitet haben.
Nun
aber geht es weiter nach Trondheim. Vor uns liegen ca. 170km durch
norwegische Einöde und viel Landschaft. Es leben 4,5Mio Menschen in
einem Land 10mal größer als Deutschland. Hier merkt man es. Wir folgen
lange Zeit einem Fluss (Nivelda?) durch ein Tal. An den Hängen stehen
vereinzelt ein paar Häuser im typisch norwegischen Stil und
unweigerlich fragen wir uns, was die Menschen hier so tun.
Auch
das Navi scheint die Strasse nicht zu kennen, macht aber nichts, es
gibt hier nur diese eine. Das man sich hier verfährt ist eigentlich
ausgeschlossen.
Wir erreichen Trondheim am frühen Nachmittag.
Das Hotel ist nagelneu und kein Vergleich zum vorherigen. Bestens
ausgestattet in sehr guter Lage direkt an der Nivelda. Nur einen
Parkplatz gibt es nicht und der Santy muss mit der Strasse vor dem
Hotel vorlieb nehmen.
Nachdem wir eingecheckt haben, bringen wir
das Gepäck auf das Zimmer im 5. Stock. Anschliessend trinken wir
erstmal einen Kaffee in der Hotelbar um uns zu aklimatisieren. Es
regnet noch ein wenig und wir studieren den Reiseführer. Der Regen hört
auf, wir zahlen und gehen zu Fuß in die Innenstadt. Einige
Speicherhäuser kommen uns sehr bekannt vor. Sieht ein wenig aus wie in
Hamburg, nur kleiner. Dass Trondheim ist eine ganz süsse Stadt ist,
stellen wir schon nach wenigen Gehminuten fest. Moderne Architektur
gemischt mit den alten Holzbauten hat irgendwie Charme. Leider ist
heute Sonntag und viele Sehenswürdigkeiten haben geschlossen. Wir
stärken uns bei Burger King und gehen zurück zum Hotel.
Im Hotel machen wir erstmal eine kleine Siesta.
Es
wird Zeit fürs Abendessen und wir gehen ein paar Meter vom Hotel
entfernt Richtung City. Dort finden wir Peppes Pizza und kehren ein.
Die richtige Wahl wie sich später herausstellt. Wir bestellen auf
Anraten der Bedienung, ebenfalls sehr freundlich, eine große Pizza zur
Hälfte als Margeritha und zur anderen Hälfte Amercian Classic. Die
Pizza kommt und uns fehlen die Worte. Im Durchmesser wie eine 18“ Felge
und so dick wie der dazugehörige Reifen. Kein Zweifel daran, dass wir
satt geworden sind. Wir rollen zurück zum Hotel und betten uns zur
Nachtruhe.
6. Tag
Trondheim – Kristiansund Bilderalbum
Nach
dem Frühstück besichtigen wir noch die Domkirche in Trondheim. War
nicht so leicht zu finden und das Wetter wird auch schlechter.
Gegen
11:00Uhr machen wir uns auf den Weg nach Kristiansund. Es liegen ca.
170km vor uns. Die ersten Kilometer führen über schmale Strassen durch
dünn besiedeltes Gebiet. Das Wetter wird immer schlechter, es hört
nicht auf zu regnen und die Strasse wird auch nicht besser. Allerdings
sind die tiefhängenden Wolken an den Berggipfeln auch ein Schauspiel,
dass man nicht jeden Tag sieht.
Kurz vor Kristiansund müssen wir
noch mit einer Fähre den Halsafjord überqueren. Die Fahrt mit der
kleinen Fähre dauert ca. 20min.
Wir erreichen Kristiansund gegen
15:00Uhr. Am Ortseingang finden wir eine Do It Yourself Waschanlage.
Ich entschliesse mich kurzfristig unserem Santy eine Wäsche zu gönnen.
Die Strecke hat ihm sehr zugesetzt und ich kann durch die Heckscheibe
nichts mehr sehen.
Blitzblank rollen wir zum Hotel. Schnell
eingecheckt und in einem Parkhaus (überdacht) geparkt. Da wird er
wenigstens nicht nass. Wir bringen unsere Sachen aufs Zimmer und wollen
die Gegend erkunden. Nach 15min. im strömenden Regen geben wir unser
Vorhaben allerdings wieder auf. Sichtlich entnervt kehren wir zum Hotel
und die Laune erreicht kurz einen Tiefpunkt. Dann hat Claudi die Idee,
die Sauna zu besuchen und ein wenig zu entspannen. Eine sehr gute Idee
und kurz darauf sitzen wir in der hoteleigenen Sauna und blicken über
die Dächer von Kristiansund.
Später machen wir dann doch noch
einen kleinen Rundgang und kehren ins Hotel-Restaurant ein. Claudi
bestellt ein Wok-Gericht und ich den traditionellen Klippfisch.
Der
Chef des Restaurants wird auf mein ESSEN Shirt aufmerksam und wir
kommen ins Gespräch. Er kam vor 3 Jahren nach Norwegen, nachdem er
seine Frau auf Mallorca kennengelernt hat. Jaja , die Frauen. Wir gehen
aufs Zimmer und der Tag neigt sich dem Ende.
7. Tag
Kristiansund – Alesund Bilderalbum
Das
Früstück ist, wie in den Hotels zuvor, gut und reichhaltig. Wir packen
unsere sieben Sachen und checken aus. Ich hole den Santy aus dem
Parkhaus und wir laden das Gepäck ein. Auf geht’s, vor uns liegen heute
laut Beschreibung 170km, 2 Fähren und schmale Strassen. Der Trip
startet direkt mit der Fähre nach Bremsnes. Von dort geht es weiter
Richtung Alesund. Nachdem wir einige Zeit durch die traumhafte
Landschaft rollen, wird uns klar, dass die Kilometerangabe in der
Reisebeschreibung schlicht gelogen ist. Nachdem wir schon über 100km
gefahren sind erreichen wir erst die zweite Fähre über den nächsten
Fjord. Vorher haben wir noch schmale Brücken und lange Tunnel passiert.
Und man muss alle Nase lang bezahlen. Es ist mittlerweile drei Uhr
nachmittags und während wir auf die Fähre warten holt Claudi zwei Hot
Dogs. Die Dinger waren super lecker, da muss man noch einen Kaffee
nehmen. Und da kommt auch schon die Fähre. Die Überfahrt dauert ca.
15min und weiter geht’s. Das Wetter wird nun auch mal etwas besser,
d.h. es hört auf zu regnen. Die Temperatur ist immer noch so um 10Grad.
Wie uns Einheimische bestätigen, ist dieser Sommer deutlich zu nass und
zu kalt. Naja, Pech gehabt.
Gegen 17:00Uhr erreichen wir Alesund
und , Navi sei Dank, finden wir das Hotel recht schnell. Unser Santy
bekommt einen warmen, trockenen Platz in der Tiefgarage und wir
beziehen unser Zimmer. Hübsch eingerichtet und mit Blick über Alesund.
Wir
machen noch einen Spaziergang und erklimmen die 418 Stufen zur
Fjellstua. Das ist der höchste Punkt in Alesund und bietet damit einen
sensationellen Rundblick. Allerdings heute leider etwas getrübt durch
das schlechte Wetter. Dafür kaufe ich Postkarten, damit wir wissen wie
es im Sommer eigentlich aussieht.
Nun haben wir aber einen
Bärenhunger und gehen zum Hotel zurück. Im Restaurant gibt es Buffett
für 185Kronen und wir schlagen uns den Bauch voll. Am Essen mangelt es
hier wirklich nirgends und alles ist immer lecker und reichhaltig. Nur
das Bier ist teuer. Für zwei 0,3l Pils bezahlen wir 110Kronen.
Nun
sind wir auf unserem Zimmer und erholen uns vom Tag. Draussen zieht es
sich immer mehr zu und man kann noch nicht mal mehr das Meer sehen.
Claudi bekommt Ihre versprochene Massage und der Tag geht zu Ende.
8. Tag
Alesund – Forde Bilderalbum
Das
Handy bimmelt und weckt uns um 07:30. Ich stehe auf und muss erstmal
für kleine Königstiger. Dann gehe ich zum Fenster und öffne den
Vorhang. Wow… ich kann es kaum glauben… blauer Himmel und man kann
wieder weiter als 200m schauen. Claudi geht zuerst duschen und wir
können es kaum abwarten, dass es wieder los geht. Wir gehen noch
schnell in eine Apotheke und kaufen Folsäure-Tabletten. Claudi braucht
das jetzt Im Hotel ausgecheckt, den Santy gesattelt und weiter geht’s.
Wir fahren durch den Ort und wir halten noch schnell an einer
Selbstwaschanlage. Santy sieht aus wie Sau und so dreckig bei so
schönem Wetter geht gar nicht. Die Wäsche ist schnell erledigt und wir
verlassen Alesund auf der E39. Wir erreichen bei wunderschönem Wetter
die erste von drei Fähren heute. Die Wartezeit überbrücken wir mit
einem Kaffe und sind völlig begeistert von der atemberaubendem
Landschaft. Der Fjord strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette.
Die
Fahrt führt vorbei an herrlichen Berglandschaften und immer wieder
gehen Wasserfälle nieder. Die letzten Reste Schnee schmelzen in der
Sonne. Die Temperatur beträgt so ca. 15Grad. Die zweite Fähre erwischen
wir gerade noch und fahren quasi direkt aufs Schiff.
Die letzte
Etappe ist landschaftlich die Schönste. Unterwegs machen wir noch einen
kleinen Abstecher von unserer eigentlichen Route und entdecken eine
alte Holzkirche. Von hier hat man einen traumhaften Blick über das
Fjordtal.
Wir halten noch mal an einem kleinen Supermarkt und kaufen Erdbeeren,
Äpfel und ein paar Kekse.
Und
dann rollen wir weiter. Die Strasse führt abermals durch ein Tal und
die Aussicht ist unbeschreiblich. Man kommt sich hier so klein vor.
Kurz vor einer Kurve halten wir, da der Fluss dem wir folgen, sich
kurzfristig in einen reissenden Strom verwandelt hat. Wir machen ein
paar Fotos und weiter geht’s.
Gegen 16:00Uhr erreichen wir Forde. Der Ort befindet sich in einem Tal
und das Hotel ist gut gelegen.
Wir
checken ein und eine halbe Stunde später schwimmen wir im Pool. Sehr
erfrischend so ein Bad nach so langer Fahrt. Ich gehe noch in die Sauna
und Claudi liegt in der Sonne.
Vor dem Abendessen machen wir
noch einen kleinen Spaziergang und geniessen dann das Bufett im Hotel.
Wie immer reichhaltig und sehr lecker. Aber hier ist es irgendwie eine
Spur besser.
9. Tag
Forde – Ulvik Bilderalbum
Wir
freuen uns auf die Weiterfahrt nach Ulvik. Dort bleiben wir erstmal 3
Tage bevor wir die letzte Etappe nach Oslo antreten. Ulvik liegt im
Südwesten Norwegens und soll ein Ferienort sein. Allerdings ist das mit
einem Ferienort im Süden Spaniens nicht zu vergleichen. Von Remmi-Demmi
fehlt hier wirklich überall jede Spur.
Landschaftlich ist das
mit Abstand die atemberaubenste Etappe, die wir gefahren sind. Zunächst
geht die Reise wie gewohnt an Fjorden mit schneebedeckten Bergen im
Hintergrund vorbei. Heute haben wir nur eine Fähre und die befindet sic
in der Mitte des ca. 220km Trips.
Nach der Fähre geht die Fahrt
ins Gebirge und wir halten mehrfach an um die Landschaft und den Schnee
zu bestaunen. Dann erreichen wir einen noch zugefrorenen See und trauen
unseren Augen kaum. Wir haben hier so um die 15Grad, der Himmel strahlt
blau und wir stehen vor einem zugefrorenen See. Die Eisdecke ist so
dick, dass selbst faustgrosse Steine nach einem beherzten Wurf nicht
durchbrechen. Ein paar hundert Meter weiter erreichen wir einen
Aussichtspunkt, der seinen Namen auch verdient. Zu Beginn der
Serpentine, die wieder ins Tal führt hat man einen gigantischen Blick
auf das selbige. Auch ein großer Wasserfall darf hier natürlich nicht
fehlen. Es fehlen einem hier wirklich die Worte. Wir fahren durch das
Tal, begleitet von dem Fluss der vorher noch ein Wasserfall war.
Nur
schlecht, dass man an keinen der bisherigen Wasserfälle so richtig zum
Fotoshooting herankommt. Doch das sollte sich bald ändern. Wir rollen
auf der schmalen Landstrasse und plötzlich ruft Claudi: „HIER“. Auf der
rechten Seite sehen wir einen wirklich gigantischen Wasserfall und es
gibt einen Parkplatz, einen Kiosk und Reisebusse. Also, nichts wie
rechts ran, den Santy geparkt und die Kamera geschnappt. Die Fotos
sprechen für sich. Ich schätze, der Wasserfall ist so 20-25m hoch und
recht breit. Man kann, wenn man will, sich direkt in den Wasserfall
stellen. Allerdings wird man schon 10m davor durch das Spritzwasser
nass.
Es sind nun noch so 20-30km bis Ulvik, unserem Zielort für heute. Bei
bestem Wetter absolvieren wir die letzten Kilometer.
Wir
erreichen Ulvik gegen 17:30Uhr und sind erneut von der grandiosem
Landschaft völlig sprachlos. Der Ort liegt an einem Fjord und
eigentlich kann es nicht malerische sein. Das Hotel ist schon alt,
strahlt aber Behaglichkeit und Komfort aus. Es ist ausgesprochen ruhig
hier. Auch unsere Mitfahrer sind bereits angekommen. Wir haben uns
unterwegs immer wieder mal überholt. Die Reise hierher hat lange
gedauert (7std. für 230km).
Nachdem wir das Zimmer bezogen haben
(zur Strassenseite), erkunden wir das Hotel. Ich frage nach einem
Zimmer mit Fjordblick. Die Preise betragen dafür 100Kronen pro Person
und Nacht Aufpreis. Eigentlich finde ich unser Zimmer doch schön und
wir bleiben wo wir sind.
Wir gehen nach einer Dusche ins
Restaurant. Reisen macht hungrig. Das Buffet soll 315Kronen (40€)
kosten und wir entscheiden uns für a la Carte. Claudi ist ein
Truthanschnitzel mit ihren geliebten Pommes und ich bekomme ein sehr
gutes Heilbutt Filet. Fisch ist hier immer empfehlenswert.
Nach dem Essen laufen wir noch ein paar Meter und fallen dann todmüde
ins Bett.
10. Tag
Ulvik
Endlich
können wir mal ein bisschen ausschlafen (so bis um 08:30Uhr). Nach
einer Dusche geht es zum Frühstück. Was soll ich sagen, auch hier ist
es sehr lecker und reichhaltig. Unsere Mitreisenden aus Minden sind
auch beim Frühstück und wir kommen mal wieder ins Gespräch. Die beiden
fahren heute nach Bergen. Der Ferienort Bergen soll sehr malerisch sein
und gute Einkaufsmöglichkeiten bieten. Doch heute scheuen wir die 120km
lange Fahrt. Wir wollen etwas ausspannen.
Nach dem Frühstück
starten wir mit unserem Santy eine kleine Erkundungstour, fahren die
Berge hinauf und wieder herunter. Auf dem Weg zurück in den Ort
entdecken wir ein Schild für ein Freibad. Und dann finden wir
tatsächlich ein Stück Strand am Fjord. Einige Kinder baden bereits im
eiskalten Fjordwasser.
Wir legen uns in die Sonne und vertrödeln
herrlich die Zeit. Claudi hält den dicken Zeh ins Wasser und findet es
nicht so kalt. Aber ganz rein geht sie auch nicht.
Wir fahren in
den Ort und kaufen an einem kleinen Kiosk die BILD, etwas zu trinken
und zwei Hot Dogs. Man kann diesen kleinen, leckeren Biestern hier
einfach nicht widerstehen. Und sie wissen genau, wie lecker sie sind.
Da
die Preise im Restaurant gesalzen sind, beschliessen wir heute ein
kleines Picknick auf dem Zimmer. Wir kaufen etwas Brot, Wurst und Käse
und Getränke ein. Der Kühlschrank im Zimmer bekommt nun was zu tun.
Zum
Relaxen nutzen wir den hauseigenen Pool und legen uns dann zum Trocknen
in die Sonne. Diese scheint hier so angenehm ohne zu brennen. Wir
lesen, ich telefoniere ein wenig und wir lassen die Seele baumeln. Was
für ein großartiger Tag.
11 - 13.
Tag bilderalbum
Nachdem
wir uns in Ulvik so richtig entspannt haben, treten wir heute die
letzten 350km Richtung Oslo an. Dort werden wir im Holmenkollen Hotel
übernachten.
Die Fahrt ist lang, schliesslich sind wir in
Norwegen. Wir erreichen gegen Abend das Hotel. Leider reicht die Zeit
nicht, um noch eine Tour durch Oslo zu machen. Wir geniessen den Abend
im Hotel.
14. Tag
Es
geht nach dem Frühstück direkt zum hafen, wo auch schon die FANTASY auf
uns wartet. Nach dem Einchecken wird unser Santy auf dem Autodeck
geparkt und wir gehen zu unserer Kabine. Diesmal ist sie mit zwei
Einzelbetten ausgestattet und wir philosohieren über die Vor- und
Nachteile gegenüber einem großen Doppelbett.
Das Ablege-Manöver
bei strahlendem Sonnenschein und 22°Grad ist schon ein Event und wird
von vielen Passagiere vom Sonnendeck aus verfolgt.
Wir verlassen Oslo durch den Oslofjord und der Urlaub geht zu
Ende.
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